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Freiraumentwicklung

Wettbewerb „ALT-REININGHAUS GOES SMART“

Ziel
Das Projekt konzentriert sich auf das Konzept der Smartcity. Das bedeutet, multifunktionale Räume für alle gesellschaftlichen Gruppen und Altersklassen anzubieten und die Kriterien der Nachhaltigkeit und Mobilität zu erfüllen.

Erdgeschoss-Zone (EG-Zone)

Die Umsetzung des Konzepts der Smartcity ist durch differenzierte Bautypen, unterschiedliche Woh¬nungsgrößen und Wohnformen sowie einer Vielfalt von Angeboten und sozialer Infrastruktur (Shops, Gastronomie, Fitness,…) möglich. Damit das System funktionieren kann, muss es eine Verflechtung der EG-Zone mit dem öffentlichen Raum geben. Die Nutzungsmischung ermöglicht viel¬fältiges + urbanes Leben. Der Grundgedanke ist, die Stadt der kurzen Wege zu schaffen.

Esplanade
Die Reininghaus-Esplanade ist der zentrale urbane Stra¬ßenraum des neuen Reininghaus-Quartiers. Hier fährt die Straßenbahn, hier ist die Fußgängerzone, hier findet das urbane Leben des neuen Stadtteils statt. Zu Beginn der Baumaßnahmen werden sich in den Sockelzonen an der Esplanade Loftwohnungen, kleine Werkstät¬ten oder eine kleine Stadtteilküche befinden. Später wird es zu einer Nutzungsänderung der Sockelzone kommen und hochwertige Shops, Läden und Boutiquen werden diese zum neuen Pendant der Herrengasse machen.

Pocket-Parks
Angedockt an die Esplanade und diese überspannend wird eine Folge von differenzierten Plätzen als grüne Fugen in der Bebauung vorgeschlagen. Jeder dieser Pocket-Parks steht in direkter Verbindung zu einem der wichtigen Be-standsbauten „Gravity-Points“. Damit bekommt jeder der Plätze eine mit dem Altbestand in Verbindung stehende Identität. Jene Plätze, die aufgrund ihres alten Baumbestands bereits einen hohen Erholungswert haben, wer¬den gezielt durch landschaftsarchitektonische Maßnah¬men in ihrer Nutzbarkeit aufgewertet. Jeder Pocket-Park bekommt seine eigene „Besonderheit“.

Innenhöfe

Drei großzügige halböffentliche Hofräume funktionieren gemeinsam mit den fließend abgestuften halböffentlichen Stadträumen als abwechslungsreiches, durchlässiges Freiraumgerüst. Die Höfe bieten mehr Privatheit, Kinder¬spielplätze, Rodelhügel etc. in überschaubarem Maßstab. Gleichzeitig reguliert sich das Mikroklima im Wohnumfeld ähnlich dem Vorbild des „Grazer Gründerzeithofs“.
Die Balkone und die Vorgärten funktionieren als private Freiflächen, die Grünen Höfe und die Dachgärten als halböffentliche Freiflächen für die Hausgemein¬schaft. Es gibt einen sensiblen Übergang zu den öffentlichen Freiflächen mit Schwellenbereichen.

Wegeführung

Die Wegeführung wird bandförmi¬g durch das gesamte Areal angelegt. Dieser schlängelt sich durch das Quar¬tier und erschließt die zukünftigen Hof- und Stadträume als Bewegungslinie. Geländemodellierungen und Baumpflanzungen strukturieren die noch unbebauten Bau¬felder und lassen bereits die Dimensionen der Freiräume im Endausbauzustand ablesen. Als „Füllmaterial“ werden preiswerte Pio¬nierpflanzen gepflanzt, die später für Be¬gleitpflanzungen im Projekt Weiterverwendung finden.

Mobilität – Autofreier Stadtteil

Es wird angestrebt, den Neuzuzug der Bewohner zu nutzen, um deren Mobilitätsverhalten nachhaltig zu beeinflussen. Die Umsetzung soll durch ÖV-Angebote, Radfahrangebote (E-Bikes, Leihräder), Carsharing, E-Fahr¬zeuge und E-Tankstellen geschehen. Die einzelnen Häuser verfügen bewusst über keinen direkten Zugang zu den Liften der Tiefgarage, um diese Änderung des Mobilitätsverhaltens zu bewirken und um eine Chancengleichheit aller Verkehrsmittel zu schaffen.

Alter Keller als Wasser- und Energiespeicher
Die Kellerräume werden als Wasser- und Energiespeicher genutzt. Es gibt ein Regenwassermanagement durch lokale Versickerung in durchlässigen Böden sowie die Entwässerung der versiegelten Flächen und Starkregen in eine Zisterne (ehemaliger Eiskeller).  Der Überschuss wird zur Bewässerung benutzt.  Photovoltaik-Anlagen funktionieren als Teil der energie¬neutralen Heizung + Kühlung mit zentralen Wärmepumpen.


Der zweistufige Wettbewerb wurde in Zusammenarbeit mit hohensinn architektur bearbeitet. Es wurde der 2. Platz erreicht.