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Zentraler Sammelkanal Bauabschnitt 71 Puntigamerbrücke bis Hortgasse – Naturschutzrechtliche Einreichung

Im Rahmen der Errichtung der Wasserkraftwerke Gössendorf/Kalsdorf wurde das Projekt Hauptsammelentlastungskanal (HSEK) und Zentraler Sammelkanal (ZSK) geplant.
Der Realisierungsabschnitt 1 „Autobahnbrücke bis Hortgasse“ (Ausführungsplanung Mur Graz-Süd) wurde bereits umgesetzt und im Jahr 2013 eröffnet. Dieser Abschnitt soll mit dem Realisierungsabschnitt 2 „Hortgasse bis Puntigamerbrücke“ um ca. 1.500 m erweitert werden. Gemäß §7(2), b und d Steiermärkisches Naturschutzgesetz 1976 idgF ist für die Errichtung des ZSK im linken Murufer eine naturschutzrechtliche Bewilligung erforderlich.

Grundlage der Planung bilden ein Basis- und ein Alternativentwurf (freiland) sowie der Masterplan Mur Graz-Süd.

Da im Zuge einer  Bauausführung die linksufrigen Uferbereiche fast komplett gerodet werden, können beim Neuaufbau der Böschung ökologische und erholungsfunktionelle Aspekte einfließen.
Die geplanten gestalterischen und ökologischen Maßnahmen am linken Murufer integrieren die technischen Vorgaben des ZSK, die Unterwassereintiefung des genehmigten Kraftwerks Graz sowie die Rahmenbedingungen des Südgürtels mit den erholungsfunktionellen Zielen des Masterplans Mur Graz-Süd und setzen sich aus mehreren Elementen zusammen:
  • Strukturierung der Böschungs- und Uferbereiche sowie der Uferlinie
  • Gewässerzugänge, Sitznischen,  kleinen Buchten und Schotterbänke
  • Aussichtsplattformen
  • Bepflanzungsplanung zur Wiederverwendung von Gehölzen
  • Gestaltungsfläche mit kleinerem Aufenthalts- und Zugangsbereich
  • Wartungsweg mit öffentlicher Nutzung durch Fußgänger

Die naturschutzrechtliche Einreichung umfasst folgende Teilleistungen:
  • Nachkartierung der Ufergehölze im Hinblick auf die Grazer Baumschutzverordnung 1995 i.d.F 2007 sowie die Einreichung nach Grazer Baumschutzverordnung
  • Landschaftspflegerische Fachplanung
  Lösungsvorschläge für Maßnahmen zur Erreichung der Ziele lt.
  Masterplan Mur Graz-Süd und des naturschutzfachlichen Wertes des
  Projektgebietes in Abstimmung mit der technischen Planung.
  • Naturschutzfachliche Beurteilung
- Ist-Zustandsbeschreibung
- Konfliktbeschreibung
- Maßnahmenbeschreibung
 Bewertung der Projektwirkungen im Hinblick auf das steiermärkische
 Naturschutzgesetz 1976 i.d.g.F.
  • Gewässerökologische Beurteilung
- Ist-Zustandsbeschreibung
- Aussagen zum typspezifischen Leitbild
- Maßnahmenbeschreibung
- Bewertung der Projektwirkungen im Hinblick auf das
 Wasserrechtsgesetz 1959 i.d.g.F., insbesondere gemäß § 30a WRG.