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Referenzen

Wettbewerb Sternäckerweg

Landschaftsgestaltung, Freiraumplanung

Die Gestaltung der Grünräume zielt darauf ab, Freiräume zu strukturieren und zu differenzieren.
Angestrebt wird eine hohe Nutzungsvielfalt; den Ansprüchen unterschiedlicher Generationen an den Freiraum, wie Spiel, Bewegung, Kommunikation und Ruhe, ist Rechnung zu tragen. Um das latente Konfliktpotential zu begrenzen, werden die geplanten Nutzungen in notwendigem Maße verortet und durch Gestaltungsmittel gelenkt bzw. lesbar - ohne die prinzipielle Nutzungsoffenheit dadurch mehr als nötig einzuschränken:
  • nutzungsoffene Wiesenbereiche
  • Wiesen mit Spielhügeln und Wasserspielplatz als Spielraum für Jung und Alt
  • Kinderspielplatz mit altersgerechten Spielmöbeln
  • Liege- und Picknickwiese mit Sitz- und Liegemöbeln, Hängematten etc.
  • Der Mäander - eine Spiel- und Bewegungslinie durch den gesamten Grünraum
  • Stiegenvorplätze, Treffpunkt und Servicezone in Hausnähe
  • Ausstattung der Wohnhöfe mit Kleinkinderspielmöbeln, Gestaltung als Haustreffpunkte
  • private Gärten in den Erdgeschoßwohnungen
  • Nutzgärten für MieterInnen mit gärtnerischen Ambitionen
Hausbezogene Freiraumtypen
Wohnhöfe
Die Wohnhöfe bieten Raum für private Gärten und halb-öffentliche, Freiräume. Sie sind damit Haustreffpunkt und Kleinkinderspielplatz sowie „grünes Wohnzimmer“. Als Möblierung finden sich Kleinkinderspielgeräte und Sitzmauern, welche zu „Grenzsteinen“ mit vielfältiger Nutzung werden. Sie verdeutlichen den Übergang zum privaten Grünraum, ohne strenge Ausgrenzung zu signalisieren. Um die Intimität der Privatbereiche zu festigen, sind Vorpflanzungen mit hohen Gräsern und Stauden vorgesehen, die sich mit dem Hofbereich verzahnen und ihn untergliedern. Ziel ist, die Abschirmung von privaten und halb-öffentlichen Flächen anzubieten, wobei die Transparenz des Raumes gleichzeitig erhalten bleibt.
Im Innenhof werden mehrstämmige Kleinbäume mit attraktivem Blüh- und Herbstaspekt gepflanzt.
Neben Raumteilungsseffekten und schattenspendender Funktion gewährleisten sie Sichtschutz vor den umgebenden Wohneinheiten.

Stiegenvorplätze
Jede Stiege erhält einen durch Sitzstufen gegliederten Vorplatz, der zugleich Treffpunkt, Kommunikationsraum und Servicebereich ist. Kleinbäume geben den Plätzen ihren Rahmen und bilden eine dezente „Überdachung“.

Siedlungsbezogene Freiraumtypen
Bewegungslinien
Der Mäander (Welle) ist das verbindende Element im Quartier, dessen Form bzw. Funktion jedoch nicht auf rasche Zielerreichung zielt -  „der Weg ist das Ziel“. Er ist Spiel- und Bewegungsraum, er erweitert die Hausvorplätze und dient als Verteiler und Orientierungslinie. In Verbindung mit dem Radweg ist er ideal als Rundweg oder als tägliche Joggingstrecke geeignet. Die einmündenden Erschließungswege als gestalterisches Gegenstück führen die BewohnerInnen und BesucherInnen vom Radweg im Süden oder den Parkplätzen im Norden auf möglichst kurzem Wege zu den Wohnungen. Spielräume, Plätze und Wohnhöfe werden durch Fußwege miteinander verbunden.

Erholung und Fruchtgenuss
Im Süden des Grünraumes sollen Gärten mit anschließenden Obstbaumalleen angelegt werden, an dessen Grenze Mietergärten als optionale, private Freiräume vorgesehen sind. Sie bewirken einen fließenden Nutzungsübergang zu den nahe gelegenen Gärtnerbetrieben und werden MieterInnen mit Selbstversorgungsambitionen für den Anbau von Gemüse und Obst zur Verfügung gestellt. Obstbaumreihen teilen Gärten und Radweg; Rastplätze laden RadfahrerInnen und SpaziergängerInnen zu einer kurzen Obstgenusspause ein.

Liege- und Picknickwiese
Nördlich der Mietergärten schließen Wiesen mit Sitzgelegenheiten und Picknickdecks an.
Schattenspendende Baumgruppen mit Hängematten gliedern den Raum und umrahmen die Spielwiesen.

Spielräume
Um lärmintensive und kontemplative Nutzungen zu trennen, ist die Anlage der Kinderspielplätze (mit entsprechendem Spielmobiliar) in größerer Distanz zu den Erholungsräumen im Süden des Projektgebiets vorgesehen.
Südlich des Mäanders ist eine Abfolge verschiedener Spielräume mit unterschiedlichen Nutzungsqualitäten (Naturspielplatz mit Spielhügel, Wasserspielplatz, Spielwiesen) konzipiert.

Besucherparkplätze
Die Besucherparkplätze im Zugangsbereich zur Anlage sollen nur geringfügig versiegelt werden;
die Oberflächengestaltung erfolgt mittels Rasenfugensteinen oder Schotterrasen.